Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Trend Report „Arbeitsmarkt Vorarlberg“ regt Diskussion über Arbeitsmarktpolitik an

17.09.15 / 08:06

Fünf Menschen bei einem Stehtisch diskutieren miteinander. Im Hintergrund ist ein Plakat der Caritas zu sehen.

Feldkirch/Wien. Auf die zukünftigen Veränderungen des Arbeitsmarktes macht der gestern veröffentlichte Trend Report „Arbeitsmarkt Vorarlberg“ des Zukunftsinstitutes und der Caritas Vorarlberg aufmerksam. Die ersten Vorzeichen des Megatrends Silver Society merken schon jetzt die ArbeitnehmerInnen bzw. Arbeitslosen über 50 Jahre. Um für die damit verbundenen Herausforderungen einen langfristigen Masterplan zu erarbeiten, diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Sozialpartner im Bregenzer Siechenhaus.

 

Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen zeigen: Die Ü50-jährigen Arbeitslosen sind die am stärksten ansteigende Gruppe. „Ein Vorzeichen, dass der demografische Wandel bereits begonnen hat“, weiß Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstitutes und ergänzt: „Vorreiter richten sich bereits jetzt auf ihn ein.

Mit dem am 16.9.2015 veröffentlichten Trend Report beleuchtet das Zukunftsinstitut in Zusammenarbeit mit der Caritas Vorarlberg erstmals gesellschaftliche Megatrends mit der Vorarlberger Arbeitsmarktsituation und liefert abgeleitete Fragestellungen.

Gesellschaftliche Trends, wie die alternde Gesellschaft, beschäftigen uns schon heute. Immer mehr Ü50-Jährige suchen Arbeit. Vernünftig ist es, sich schon heute mit den Partnern – losgelöst von der tagespolitischen Situation ­– über Trends und die Zukunft Gedanken zu machen“, erklärt Karoline Mätzler, Fachbereichsleiterin für Arbeit und Qualifizierung der Caritas Vorarlberg. Diese öffentliche Diskussion regte die Caritas mit der Präsentation des Trend Reportes am 16.9. im Bregenzer Siechenhaus an. Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und der Arbeitnehmer erörterten die Herausforderungen, die zum Beispiel das Arbeiten der alternden Gesellschaft und der Wandel des Unternehmertums mit sich bringen.

 

Trendtreiber Silver Society und deren mögliche Auswirkungen

Wir werden nicht nur immer älter, sondern auch anders alt: Die 60-Jährigen von morgen sind fit und gesund wie heute 45-Jährige. Eine zunehmende Zahl Älterer möchte sich nicht mehr so bald wie möglich in den Ruhestand verabschieden“, erklärt Harry Gatterer den Down-Aging-Effekt. Der erste Trend Report „Arbeitsmarkt Vorarlberg“ veranschaulicht das ungenützte Potenzial älterer Arbeitsloser.

In Österreich sind weniger als die Hälfte der 55- bis 64-Jährigen, nämlich 40 Prozent laut OECE, erwerbstätig. Wie lange kann sich Österreich das noch leisten? Wie decken sich Vorbehalte der Arbeitgeber gegenüber mit der Realität gegenüber Älteren? Fragen wie diesen sind wir gestern Nachmittag mit Arbeitsmarktspezialisten wie Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser oder AMS-Geschäftsführer Anton Strini, aber auch Wirtschaftsexperten wie dem stellvertretenden Wirtschaftskammer-Direktor Christof Jenny nachgegangen“, informiert Karoline Mätzler und erklärt weiter: "Wir als Caritas möchten mit allen Seiten, also auch Arbeitgebern und Arbeitsnehmern in den Dialog treten. Ziel sollte es sein, gemeinsam einen langfristigen Masterplan zu erarbeiten.

 

Soziale Nachhaltigkeit, eine unterschätzte Dimension

Der Trend Report beschreibt auch, wie die soziale Nachhaltigkeit immer mehr in den Vordergrund rücken wird: Kommunen, PolitikerInnen, BürgerInnen und NGOs sowie MitarbeiterInnen und Kunden verlangen von Unternehmen „Correctness“ in vielerlei Hinsicht. „Unternehmen müssen in Zukunft Farbe bekennen. Vor allem die Ansprüche jüngerer MitarbeiterInnen ändern sich. Sie orientieren sich stärker an Werten wie Sinnhaftigkeit und Gemeinwohl. Auch das macht deutlich, dass ein Wandel des Unternehmertums und der Arbeit erforderlich ist. Älteren Langzeitarbeitslosen eine Chance zu geben, ist ein Ausweis einer bestimmten unternehmerischen Haltung und gelebte Nachhaltigkeit und somit ein Attraktivitätsgewinn für potenzielle Mitarbeiter“, erklärt Harry Gatterer.

 

Den Ball ins Rollen bringen

Zur Präsentation des ersten Trend Reports im Bregenzer Siechenhaus erschienen über 100 Personen. Die erweiterte Diskussionsrunde am Podium bestand aus Martin Bereuter, Obmann des Werkraums Bregenzerwald, Blum-Personalleiter Johannes Berger, der freischaffenden Sozialwissenschaftlerin Eva Häfele, Anton Strini und Harry Gatterer.

Wir von der Caritas wollten den Ball ins Rollen bringen. Unser Beitrag zur Diskussion und zur nachhaltigen Gestaltung der Personalpolitik war ein fundierter Überblick über die arbeitsmarktrelevanten Trends. Um ins Tun zu kommen und antiquierte Bilder aufzulösen, braucht es alle Partner“, erklärt Karoline Mätzler abschließend.

  • Karoline Mätzler, Fachbereichsleiterin für Arbeit & Qualifizierung der Caritas Vorarlberg, und Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts (c) Dietmar Mathis

    Karoline Mätzler, Fachbereichsleiterin für Arbeit & Qualifizierung der Caritas Vorarlberg, und Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts (c) Dietmar Mathis

  • Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts (c) Dietmar Mathis

    Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts (c) Dietmar Mathis

  • (c) Dietmar Mathis

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  • Zwei Herren mittleren Alters mit einem Headset bei einem Interview.

  • (c) Dietmar Mathis

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  • (c) Dietmar Mathis

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  • (c) Dietmar Mathis

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  • Auf dem Bild ist eine Frau mittleren Alters und ein Herr zu sehen. Beide grinsen. Im Hintergrund sind Plakate der Carla und Caritas.

  • Ein Report über Carla. Ein Herr mittleren Alters und eine Frau sitzen an einem Tisch. Zwei Mikrofone sind auf sie gerichtet. Im Hintergrund sind Plakate von Carla zu sehen.
  • Ein Herr mittleren Alters gestikuliert mit den Händen. Er gibt gerade ein Interview. Es sind zwei Mikrofone auf ihn gerichtet. Er trägt ein schwarzes T-shirt und eine Brille.
  • Viele Menschen sitzen auf drei bunten Tischen verteilt. Es wird gerade ein Interview gegeben. Auf dem Bild ist auch ein Kameramann.
  • Zwei Herren mittleren Alters mit einem Headset bei einem Interview.
  • Eine Frau und ein Herr bei einem Interview. Beide tragen ein Headset. Im Hintergrund ist das Logo der Caritas zu sehen.
  • Fünf Menschen bei einer Diskussionsrunde an einem Stehtisch. Im Hintergrund ist ein Stehplakat der Caritas aufgestellt.
  • Ein Herr mittleren Alters wirkt konzentriert und gestikuliert mit seinen Händen. Er trägt ein Headset.
  • Eine Frau mittleren Alters lacht fröhlich. Sie trägt eine Brille und ein Headset.
  • Ein Herr mittleren Alters gestikuliert mit seinen Händen. Er trägt ein Headset sowie eine Brille. Im Hintergrund ist ein Carla Plakat zu sehen.
  • Drei Menschen bei einer Diskussionsrunde. Ein Stehtisch in der Mitte, um den sich zwei Männer befinden. Sie halten jeweils ein Mikrofon in der Hand.
  • Zwei Frauen mittleren Alters bei einer Diskussionsrunde. Eine Frau hält Interviewkarten in der Hand. Die andere Frau hält ein Mikrofon, in das sie spricht.
  • Fünf Menschen versammeln sich neben einem Carla Stehplakat für ein Gruppenfoto.
  • Viele Menschen sind in einem Saal auf Stühlen verteilt. Sie hören interessiert einem Interview zu.
  • Auf dem Bild ist eine Frau mittleren Alters und ein Herr zu sehen. Beide grinsen. Im Hintergrund sind Plakate der Carla und Caritas.

Weitere Informationen:

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Geschäftsführung
Harry Gatterer
1010 Wien
T 01-943 40 30
presse(at)zukunftsinstitut.de

Caritas Vorarlberg
Fachbereich Arbeit & Qualifizierung
Karoline Mätzler
Am Garnmarkt 3
6840 Götzis
T 05522 200-1530
karoline.maetzler(at)caritas.at

Pressekontakt:

ikp Vorarlberg GmbH
Eva Deschler-Einwaller
Gütlestraße 7a
6850 Dornbirn
T 05572-398811

eva.einwaller(at)ikp.at